Hyperhidrose – was ist das?

Was ist Hyperhidrose?

Als Hyperhidrose bezeichnet man ein Übermaß an Schwitzen,
welches über die Erfordernisse der Wärmeregulation hinausgeht.

5% der Bevölkerung leiden unter lokaler Hyperhidrose.

Das Gehirn sendet
zu viele Schweißimpulse

Nervenrezeptoren leiten sie an die Schweißdrüse

Diese produzieren übermäßig viel Schweiß

HYPERHIDROSIS kann viele Regionen betreffen

Diese Krankheit ist therapierbar!

Was ist Hyperhidrose?

Der Begriff Hyperhidrose bezeichnet ein Übermaß an Schwitzen, welches über die Erfordernisse der Wärmeregulation hinausgeht. Personen mit Hyperhidrose schwitzen daher unabhängig von körperlicher Anstrengung oder Umgebungstemperatur übermäßig stark.

Diese Fehlfunktion kann zu erheblichen psychischen, sozialen und beruflichen Einschränkungen führen und somit eine ausgeprägte Verminderung der Lebensqualität hervorrufen.

Hyperhidrose kann an verschiedenen Körperarealen auftreten. Häufig tritt die Hyperhidrose an den Händen (Hyperhidrosis Palmaris), im Gesicht (Hyperhidrosis Facialis), an den Fußsolen (Hyperhidrosis Plantaris) und unter den Achseln (Hyperhidrosis Axillaris) auf.

Man unterscheidet zwei Arten der Hyperhidrose

Lokale Primär-Hyperhidrose:

Die primäre lokale, auch fokale (herdförmige) Hyperhidrose genannt ist die häufigste Form der Hyperhidrose und betrifft nur einzelne Bereiche des Körpers, vor allem die Achselhöhle, die Füße, die Hände oder das Gesicht. Etwa 2-3% der Bevölkerung leiden unter lokaler Hyperhidrose. Diese Krankheit wird von vielen Betroffenen fälschlicherweise als nicht therapierbar angesehen.

In der Regel sind beide Körperhälften gleichstark vom übermäßigen Schwitzen betroffen. Die primäre lokale Hyperhidrose tritt unabhängig von anderen Erkrankungen auf und beginnt bereits in der Kindheit oder im Jugendalter. Das übermäßige Schwitzen kann unmittelbar nach dem Aufwachen der betroffenen Personen einsetzen. Während des Schlafes hingegen schwitzt die betroffene Person i.d.R. nicht, sofern nicht die Umgebungstemperatur grundsätzlich zu hoch ist. Stress, Angst oder Schmerzen können die Hyperhidrose verstärken.

Sekundär-Hyperhidrose:

Die sekundäre Hyperhidrose tritt als Folge einer vorhandenen Grunderkrankung oder als Nebenwirkung durch die Einnahme von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln auf. Mögliche Erkrankungen, die das übermäßige Schwitzen auslösen können, sind Diabetes, Tumorerkrankungen, Adipositas, Gicht, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder ein Ungleichgewicht des Hormonhaushaltes (z.B. in den Wechseljahren). Diese Form der Hyperhidrose betrifft meistens den kompletten Körper. Im Gegensatz zur primären lokalen Hyperhidrose kann das übermäßige Schwitzen auch im Schlaf einsetzen.